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Torfmoos (Sphagnum)

Torfmoos ist ein unscheinbares Pflänzchen. Torfmoos ist aber auch die charakteristische Pflanze des Hochmoores.
Dieses Pflänzchen schafft die Bedingungen
für die Hochmoorentstehung und das Hochmoorwachstum.

Es gibt in Europa ungefähr 40 Torfmoosarten. Die meisten Torfmoosarten sehen ungefähr gleich aus und sind gleich aufgebaut.

Manche von ihnen können nur von Experten auseinander gehalten werden.
Den oberen Bereich bilden kleine Ästchen, die mit kleinen Blättchen besetzt sind.

Bei allen Torfmoosarten endet der Stängel mit einem Köpfchen aus Blättchen, das aussieht wie Edelweiß.

Die einzelnen kleinen Pflänzchen stehen im Moospolster so eng zusammen, dass sie sich gegenseitig stützen können.
Torfmoose besitzen die Fähigkeit, Wasser zu speichern.
Bis zum 25-fachen ihres Trockengewichtes können sie speichern. Dafür haben Torfmoose spezielle Speicherzellen und Hohlräume in den Blättchen und Ästchen.


Sobald sich eine Torfmoosdecke gebildet hat, wächst die Pflanze auf sich selbst weiter.
Während die Torfmoospflanze nach oben wächst, stibt sie nach unten ab. Dadurch wächst der Moorkörper ständig höher.

Aus den abgestorbenen Torfmoospflanzen entsteht der Hochmoortorf.

Im Laufe der Jahre überwachsen die Torfmoose die mit Wasser gefüllten Bodensenken, so dass die Schlenken langsam verlanden.
Torfmoose sind für den sauren Lebensraum verantwortlich. Die Blättchen der Torfmoose sind aus zwei Zelltypen aufgebaut: Wasserspeicherzellen und Blattgrünzellen.
Bei Wasserüberschuss dringt durch Öffnungen Wasser in die Wasserspeicherzellen, bei Wassermangel tritt es wieder aus.

Über ihre Oberfläche nehmen Torfmoose Nährstoffe auf und lagern sie in den Zellwänden ab. Gleichzeitig setzen die Torfmoose Wasserstoffionen frei. Je mehr Wasserstoffionen sich im Wasser befinden, desto höher ist der Säuregehalt. Moorwasser ist extrem sauer.
Nur wenige Pflanzenarten können auf Hochmoorstandorten in Gemeinschaft mit Torfmoosen wachsen.
Von den ungefähr 40 Torfmoosarten in Europa sind die meisten nur durch mikroskopische Untersuchungen voneinander zu unterscheiden.

Einige Arten kann man an ihrer Farbe und an ihren Standortansprüchen erkennen.

Andere Torfmoosarten stellen nicht so hohe Ansprüche an ihre Umgebung.
So braucht das Mittlere Torfmoos (Sphagnum magellanicum) nicht so viel Wasser und wächst überwiegend auf Bulten. Die Knospen sind weinrot und nur an den schattigen Stellen grün.

Sumpf-Torfmoos (Sphagnum pallustre) und Gefranstes Torfmoos (Sphagnum fimbriatum) wachsen im lichten Schatten.

Das Warzige Torfmoos (Sphagnum papillosum) ist sehr selten geworden und bereits in einigen Hochmoorgebieten verschwunden.



Täuschendes Torfmoos
(Sphagnum fallax)

Mittleres Torfmoos
(Sphagnum magellanicum)

Mittleres Torfmoos
(Sphagnum magellanicum)



Sumpf-Torfmoos
(Sphagnum pallustre)

Gefranstes Torfmoos
(Sphagnum fimbriatum)

Warziges Torfmoos
(Sphagnum papillosum)