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Was bedeutet "Hochmoor"?
Hochmoor heißt deshalb Hochmoor, weil es im Laufe der Jahre immer mehr in die Höhe wächst und dann über das angrenzende Umland hinaus ragt. |
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Wie ist es zur Entstehung von Hochmooren gekommen?
Bis vor ca. 10.000 Jahren war Mitteleuropa von Eismassen bedeckt.
Nach dem Schmelzen der Eismassen blieben zwischen den Moränenwällen flache Senken zurück, in denen sich Wasser ansammelte.
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Das Wasser konnte nicht versickern, da sich eine wasserundurchlässige Schicht im Boden befand.
Die dort wachsenden Pflanzen konnten in diesen nassen Seen nicht überleben und starben ab. Gleichzeitig siedelten sich die feuchtigkeitsliebenden Torfmoose an. Der See begann langsam, vom Rand zur Mitte zu verlanden.
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| Der Sauerstoffgehalt des Wassers war sehr gering. Nach und nach lagerte sich immer mehr Pflanzenmaterial ab, welches kaum zersetzt wurde. So entstand ein Flachmoor aus Torf. |
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Torfmoose wachsen aber immer weiter in die Höhe, wenn genügend Feuchtigkeit vorhanden ist.
Das Moor wächst so über einen langen Zeitraum in die Höhe und wird zum Hochmoor.
Voraussetzung für die Entstehung eines Hochmoores ist, dass mehr Wasser zugeführt wird als verdunsten kann.
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| Wenn man die Oberfläche eines lebenden Hochmoores betrachtet, erkennt man mit Wasser gefüllte Senken und trockenere, höher gelegene Stellen. Die Senken nennt man "Schlenken", die höher gelegenen Stellen "Bulten". |
Hochmoore können nur existieren, wenn genügend Regen fällt. Da keine Verbindung zum Grundwasser besteht, werden die Nährstoffe nur über das Regenwasser dem Hochmoor zugeführt.
Da Regenwasser kaum Nährstoffe enthält, sind Hochmoore sehr nährstoffarme Lebensräume. Es können daher nur wenige Pflanzenarten in dieser Umgebung wachsen. |
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Die meisten Hochmoore sind heute durch Torfabbau, durch Umwandlung in Wiesen und Äcker, durch Entwässerung und Düngung zerstört. Einmal vernichtete Hochmoore sind für lange Zeit verloren. Die noch vorhandenen Moore müssen durch sinnvollen Schutz erhalten bleiben.
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