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Die Idee, einen Moorlehrpfad auf dem Schulgelände zu gestalten, war es, den Kindern diesen schützenswerten Lebensraum der Hochmoore mit seiner besonderen Pflanzen- und Tierwelt zu zeigen und erfahrbar zu machen.
Unsere Region ist durch Moorlandschaften geprägt. Es sind heute aber nur noch ca. 2% der ursprünglichen Hochmoore erhalten. Die typische Pflanzen- und Tierwelt eines Hochmoores haben die meisten Schülerinnen und Schüler, aber sicher auch viele Erwachsene noch nie gesehen.
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| Ansicht des gesamten Moorlehrpfades kurz nach der Entstehung |
Die Pflanzengesellschaft eines Hochmoores soll in einer pflanzenspezifischen Umgebung dargestellt werden. So bekommen unsere Schülerinnen und Schüler einen Einblick, wie über Tausende von Jahren die Moorlandschaft unserer Region entstanden ist.
Der Lehrpfad kann aber auch von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen und von anderen interessierten Gruppen und Bildungsinstitutionen besucht werden.
Von Anfang an war geplant, neben dem realen Moorlehrpfad einen virtuellen Moorlehrpfad für das Internet entstehen zu lassen.
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So kann man sich jederzeit von jedem Ort in der Welt aus über das Internet einen Eindruck von den typischen Moorpflanzen und -tieren verschaffen. Da das Thema Moor in vielen Schulen auf dem Lehrplan steht, bietet sich hier die Möglichkeit, per Internet die Pflanzen des Hochmoores anzuschauen und etwas über ihre Besonderheiten zu erfahren.
Der Moorlehrpfad soll schrittweise über einen längeren Zeitraum im Schulgarten aufgebaut werden. Der virtuelle Moorlehrpfad ist eingebunden in die Internetpräsentation der Grundschule Friedrichsfehn.
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Wenn man heute durch die Landschaft unserer Umgebung fährt, bestimmen Wiesen, Weiden, Äcker und kleine Wälder das Bild.
Man erkennt kaum noch, dass vor kaum mehr als 100 Jahren riesige Hochmoorflächen diese Landschaft prägten.
Die Weite war einzigartig. Ein ständiger Wind wehte über die offenen Flächen.
Die Moore galten seit Urzeiten als lebensfeindliche Gebiete. Legenden und furchteinflößende Geschichten rankten sich um diese menschenleeren, feuchten Gebiete.
Vor mehr als 100 Jahren bedeckten Hochmoore im heutigen Niedersachsen eine Fläche von 3300 km. Niedersachsen war das moorreichste Gebiet Europas.
Auch die Gegend um Friedrichsfehn war zu diesem Zeitpunkt vollständig mit Moor bedeckt und noch unbesiedelt.
Im 18. Jahrhundert fing man an, die Hochmoore nach holländischem Vorbild - die sogenannte Fehnkultur - durch Kanäle zu entwässern.
Die Menschen, die sich hier ansiedelten, torften das Moor ab und kultivierten es.
Heute sind nur noch 8%, das sind 250 km², als naturnahe Hochmoore zu bezeichnen, aber wirklich unberührte Hochmoorflächen gibt es im nordwestdeutschen Raum nicht mehr.
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