Projekt
Pflanzen im Hochmoor
Tiere im Hochmoor
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Bekassine (Gallinago gallinago)

Wenn man im Frühjahr über ein Hochmoor wandert, kann man manchmal ein eigenartiges Meckern hören. Es ist aber nicht das Meckern einer Ziege, sondern der "Gesang" einer Bekassine.
Im Frühjahr vollführen die Männchen tollkühne Balzflüge über ihren Brutgebieten.

Sie steigen bis 100 m in die Höhe, fliegen schnell im Kreis herum und lassen sich plötzlich kopfüber hinabstürzen.

Hierbei werden die abgespreizten Schwanzfedern in Schwingungen versetzt.
Dadurch entsteht das trillernd-meckernde Geräusch. Deswegen hat die Bekassine im Volksmund auch den Beinamen "Himmelsziege" bekommen.
Bekassinen bewohnen Moore und feuchte, wenig bewachsene Wiesen. Durch ihr braun gesprenkeltes Gefieder sind sie gut getarnt.

Mit dem langen Schnabel stochert die Bekassine im tiefen Boden nach Würmern und Larven.

Ihre Körperlänge beträgt etwa 27 cm. Die Beine sind ziemlich kurz.
Bekassinen sind sehr schnelle Flieger. Bei Gefahr fliegen sie Zacken und Haken.
Im April beginnt die Brut. Die Männchen halten in Nestnähe Wache.

Die Jungen sind Nestflüchter und verlassen schon am ersten Tag das Nest. Die Alttiere können die Jungen im Flug transportieren.

Sie drücken die Küken mit dem Schnabel in das Brustgefieder.
Bekassinen sind Zugvögel, die ab Ende Juli mit dem Zug nach Südeuropa und Nordafrika beginnen. Bekassinen aus dem Hohen Norden überwintern teilweise im Wattenmeer.

Durch die Zerstörung der Moore sind die Bekassinen in unseren Regionen selten geworden. Sie stehen auf der Liste der stark gefährdeten Tierarten.


Mit einem Klick auf das Symbol kann man sich den Ruf der Bekassine anhören/downloaden (87 KB).