Es ist schon lange her, dass man das Kullern und Gurgeln der balzenden Birkhähne im Frühjahr auf den weiten Hochmoorflächen hören konnte.
Birkhühner waren die Charaktervögel der offenen Hochmoorflächen in der Norddeutschen Tiefebene. Heute sind sie sehr selten geworden und größtenteils sind sie leider ausgestorben.
1985 zählte man in ganz Niedersachsen nur noch 157 Vögel. 1964 waren es noch 7760 Birkhühner. 1976 war der Bestand schon auf 840 zurückgegangen.
Der Rückgang der Birkhühner setzte mit der Entwässerung der Hochmoore und der industriellen Torfgewinnung ein. Die tiefen Gräben auf den baumfreien Moorflächen sind Fallen für die jungen Birkhühner.
Der Rückgang der Pflanzenvielfalt und damit weniger Insekten für die Jungenaufzucht haben von Jahr zu Jahr die Zahl der Birkhühner verringert. Es wurden extra Zuchtprogramme zur Auswilderung von Birkhühnern entwickelt.
Bis 1998 hat man die Zahl aber nur bis auf 172 Birkhühner steigern können.
Birkhühner sind etwa haushuhngroß. Sie fressen hauptsächlich pflanzliche Nahrung, Sprossen, Blätter, Knospen, Blüten, Beeren.
Birkhuhnhähne sind blauschwarz gefärbt mit weißen Unterschwanzfedern und einem weißen Flügelband. Die Hennen sind schlicht braun und schwarz gefleckt.
Als Bodenbrüter polstern die Hennen die Nestmulde mit Heidekraut aus. Sie legen 6 bis 10 Eier und brüten diese alleine aus.
Mit ungefähr 20 Tagen sind die jungen Birkhühner bereits flugfähig.
Von März an kann man das Kullern der Birkhähne weit über Moor und Heide hören.
Die Hähne treffen sich auf ihren Balzplätzen, die sie jedes Jahr wieder aufsuchen.
Dort führen die Birkhuhnhähne ihre Balztänze auf. Die Balztänze beginnen gegen Mitternacht und dauern bis zum Sonnenaufgang.
Zuerst plustern sie sich auf, dann springen sie in die Höhe und es folgen Scheinkämpfe.
Die Balztänze werden von gluckernden und zischenden Lauten begleitet.
Die Hennen erscheinen erst im April auf den Balzplätzen. Sie suchen sich einen der Hähne als Partner aus. Im Mai beginnen die Hennen dann alleine mit der Brut und Jungenaufzucht.