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Bläulinge (Lycaenidae)

Wenn man im Juli und August über das Hochmoor wandert, kann man verschiedene Bläulinge dabei beobachten, wie sie an den Blüten der Glockenheide und Besenheide Nektar saugen.

Bläulinge sind Tagesschmetterlinge, die eine Flügelspannweite von 25 bis 35 cm haben.

Unter den Bläulingen gibt es fünf Arten, die eine besondere Entwicklung durchlaufen.

Der Kleine und der Große Moorbläuling lassen ihre Raupen von Knotenameisen aufziehen. Dafür bekommen die Ameisen von den Raupen eine Zuckerlösung, die diese aus einer Drüse auf dem Rücken ausscheiden. Die Raupen fressen die Larve der Ameisen.

In den letzten Jahren ist der Bestand an Moorbläulingen stark zurück gegangen.
Das liegt einmal daran, dass bestimmte Knotenameisenarten, die für die Aufzucht der Raupen zuständig sind, sich stark verringert haben, zum anderen sind die Wirtspflanzen der Moorbläulinge in einigen Moorgegenden fast verschwunden.

Neben den Moorbläulingen trifft man noch andere Bläulinge häufiger im Moor an.


Der häufigste ist der Hauhechelbläuling. Das Männchen ist blau, das Weibchen braun gefärbt.

Die Flügel des Männchens sind mit schwarzen und weißen Fransen gesäumt.

Auf den hinteren Flügeln haben die Weibchen orangefarbene Flecken. Als Futterpflanze werden hauptsächlich Klee und Hornklee angeflogen.


Auf den Moorheiden und feuchten Moorwiesen ist der Tiefblaue Silberfleckbläuling anzutreffen. Als Nahrungspflanze dienen Hornklee und Ginster.

Die Flügeloberseite der Männchen ist tiefblau.

       Die Weibchen haben bräunliche        Flügeloberseiten.


Auch der Faulbaumbläuling wird noch häufiger am Moorrand angetroffen.

Die Flügeloberseiten sind bei beiden Geschlechtern himmelblau. Die Flügel sind beim Weibchen mit einem schwarzen Rand gesäumt.

Die Raupen fressen vor allem Faulbaumblätter.