Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie oft ich diese Reise von der Quelle der Vehne bis zur Nordsee schon gemacht habe. Manchmal ging die Reise recht schnell und ich landete ohne Umwege direkt wieder in der Nordsee. Dann hat es wiederum sehr lange gedauert.

Zuerst versickerte ich ins Grundwasser, wurde zu Trinkwasser, landete in der Kläranlage, um dann meine Reise zur Nordsee fortzusetzen.

Ich möchte nun verschiedene Stationen meiner Reise vorstellen.



Quelle
Meine Reise beginnt in der Nähe von Höltinghausen im Cloppenburger Land. Hier entspringe ich einer Quelle. "Einer Quelle entspringen" ist nicht mehr ganz richtig. Wie man auf den Fotos sieht, kann man gar keine richtige Quelle erkennen.

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Es geht gleich durch ein Rohr in einen Graben, der schnurgerade zwischen zwei Maisfeldern verläuft. Im Laufe des Sommers wächst der Graben immer mehr zu. Es gibt keinen breiteren Randstreifen. Der Dünger kann so direkt in den Bach laufen.

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Wir Wassertropfen müssen uns den Weg durch Algen bahnen. Früher war das nicht so. Wir hoffen, dass sich bald etwas ändert. Auf meinem weiteren Weg kann es nur noch besser werden.



Landwirtschaft
Es geht schnell weiter. Unser Bach, die Vehne, zu Beginn heißt sie noch Streek, verläuft weiter gerade durch Ackerflächen. Sie sieht aus wie ein schmaler Kanal. Wenn Bäche und Flüsse so fließen könnten wie sie möchten, würden sie sich durch die Landschaft schlängeln. Mal würden wir Wassertropfen schnell fließen, mal langsamer.

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So sind die Äcker groß und eckig und können leichter bestellt werden. Auf den Äckern wächst fast nur Mais. Es sieht vom Frühjahr bis zum Herbst fast immer gleich aus. Der Mais wird zwar höher, auch die Brennesseln am Bachrand werden immer dichter und höher. Typische Wasser- und Uferpflanzen wachsen kaum noch am Bach.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b suchen am Uferrand nach typischen Uferpflanzen und finden keine.

Dafür gibt es ziemlich viele Algen im Wasser. Es gelangt immer noch zuviel Dünger ins Wasser. Kaum sind die Maisfelder im September, Oktober abgeerntet, wird schon wieder Gülle auf die Felder gefahren.



Kreuzung Küstenkanal
Jetzt wird es spannend. Ein großer, breiter Kanal, der Küstenkanal, kreuzt die Vehne. Wir Wassertropfen werden jetzt durch ein großes Rohr unter den Küstenkanal geleitet. Auf der anderen Seite gelangen wir wieder an die Oberfläche und fließen im Bach weiter. Dieses große Rohr nennt man Düker. Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b beobachten uns Wassertropfen, wie wir durch den Düker fließen.

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Einige meiner Wassertropfenkollegen fließen in den Küstenkanal und setzen hier ihre Reise fort.



Klärwerk Edewecht
Die Kinder der Klasse 3b beobachten meine Wassertropfenkollegen, wie sie aus dem Einleitungsrohr des Klärwerks Edewecht in die Vehne fließen. Meine Kollegen haben gerade die verschiedenen Reinigungsstufen des Klärwerks durchlaufen: Rechen, Sandfang, Vorklärbecken, Belebungsbecken, Phosphatreinigung und Nachklärbecken. Jetzt sind sie wieder suaber und können ihre Reise mit mir fortsetzen.

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Link Klärwerk



Zusammenfluss Vehne/Aue
Langsam geht meine Reise durch die Vehne zu Ende. Weiter geht es durch die Aue. Die Felder rechts und links gehen über in Wiesen. Die Aue ist breiter als die Vehne und in ihrem Flussbett befinden sich Sandbänke, die mit Wasserpflanzen bewachsen sind.

Nun folgen drei Tiefs. So heißen die nächsten Stationen das Godensholter Tief, Nordloher Tief und Barßeler Tief. Auf beiden Seiten des Ufers verlaufen Deiche.

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Barßeler Tief (Zufluss der Soeste und Jümme)
Die Landschaft wird weiter. Immer mehr Wassertropfen fließen zu uns in den Fluss. Viele meiner Wassertropfenkollegen kommen aus der Soeste zu uns ins Barßeler Tief. Schöpfwerke pumpen Wasser aus der umliegenden Umgebung in das Tief. Schon seit langer Zeit ist das Barßeler Tief bei Barßel ein Naturschutzgebiet. Wir Wassertropfen fühlen uns hier sehr wohl.

Große Schilfflächen reinigen uns von Schadstoffen. Auch viele seltene Wasservögel halten sich hier auf. Einige Wassertropfenkollegen haben hier schon die seltene Rohrdommel gesehen. Am Ende des Barßeler Tiefs fließt die Jümme zu uns. Ab jetzt heißt unser Fluss Leda und weiter geht es in Richtung Nordsee.

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Zufluss Sagter Ems/Elisabethfehnkanal bei Dreyschloot
Gerade schwimme ich unter einer alten Zugbrücke hindurch. Als ich mal eine zeitlang in Holland war, habe ich viele dieser Brücken gesehen. Sie werden zum Überqueren der Fehnkanäle genutzt. Kaum habe ich die Brücke hinter mir gelassen, da fließen noch mehr Wassertropfen zu uns. Die Sagter Ems fließt in die Leda. Unser Fluss wird breiter. Rechts und links schaue ich auf Deiche, auf denen Schafe grasen.

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Zusammenfluss Leda/Ems
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Gandersum/Emssperrwerk
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Dollart
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Emsmündung
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(c) Grundschule Friedrichsfehn 2004 nach oben