Max Ernst: "Frottage" eines Untiers (Klasse 3b, 2004/05)

Das Verfahren der "Frottage" geht auf den Surrealisten Max Ernst (1891 - 1976) zurück. Ein Blatt Papier wird auf einen Gegenstand mit strukturierter Oberfläche gelegt. Mit Hilfe eines weichen, schräg angesetzten Bleistiftes werden dann die erhabenen Stellen der Struktur durchgerieben.

Als erstes legten die Schülerinnen und Schüler eine Art Musterblatt an, indem sie die Strukturen verschiedener Gegenstände wie Holz, Küchenreiben, Siebe, Bodenbeläge, Wellpappe etc. abrieben.

Dann erfuhren sie, wie der deutsche Künstler Max Ernst zufällig auf dieses künstlerische Verfahren stieß.

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Adrian Jana Lena
Miro Myrna Sven H.
Eines Tages betrachtete er in einem Gasthaus fasziniert die tausend Kratzer der Fußbodendielen. Mit dem Gefühl einer besonderen Bedeutung dieser Entdeckung legte er ein Papierblatt auf den Boden und rieb die Strukturen mit einem schwarzen Stift ab. Sogleich entdeckte er Pflanzen, Tiere, Landschaften und phantastische Gebilde, die gar nichts mehr mit ihrer ursprünglichen Herkunft zu tun hatten. In der nächsten Nacht träumte er von einer Stimme, die ihn bat, sie zu befreien, indem er sie sichtbar machte. Am nächsten Morgen entstand dann auf dem Papier der "Ausbrecher". Ohne die Umrisse zu kennen, rieb er verschiedene Strukturen auf das Papier, wobei nach und nach ein "Untier" entstand.

Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es nun, nur mit Hilfe der Frottage-Technik neue Untiere entstehen zu lassen. Erfreulicherweise konnten so noch viele, sehr unterschiedliche Wesen durch Sichtbarmachen befreit werden.

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