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Die Molakana der Cuna-Indianer (1) (AG: "Mit Nadel und Faden um die Welt", 2004/2005) Unter einer Mola (Plural: Molakana) versteht man das applizierte Vorder- und Rückenteil der traditionellen Frauenbluse, das in der San-Blas-Region von Panama von den Cuna-Indianern hergestellt wird. Eine Mola wird aus mehreren, unterschiedlich farbigen Stofflagen gearbeitet. Durch die Technik der Negativ-Applikation werden obere Stofflagen eingeschnitten, um die darunterliegenden sichtbar zu machen. So arbeitet man sich treppenförmig von oben nach unten durch, wobei jeweils die farbigen Stoffränder der einzelnen Lagen stehen gelassen werden. (Bitte auf die kleinen Bilder klicken, um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.) |
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Auf ihren Molakana erzählen die Cuna-Frauen Geschichten aus ihrer täglichen Umgebung. Dazu gehören Muster aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus dem Dorfleben sowie aus der Stammesreligion der Cuna. Die Muster stammen ursprünglich aus der Körperbemalung, wurden dann aber mit der Einführung der Kleidung von den Frauen auf die Kleidungsstücke übertragen.
Die Frauen nähen täglich ca. 5 Stunden und genießen hohes Ansehen innerhalb ihrer Gemeinschaft, da sie durch den Verkauf ihrer Molakana an Touristen einen sehr großen Anteil zum Familieneinkommen beitragen. Die Molakana der Cuna-Indianer haben mittlerweile weltweit Anerkennung gefunden und finden sich in vielen Textil-Museen wieder. |