Projekt
Pflanzen im Hochmoor
Tiere im Hochmoor
Lernen
Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe)


Der Lungenenzian wird bis zu 50 cm hoch. Seine Blätter sind schmal und am Ende des Stängels wachsen 4 bis 5 azurblaue, trichterförmige Blüten.

Die Blütezeit dauert von Juli bis September. Erst bei einer Temperatur von 19°C öffnen sich die Blütenblätter.

Die Blüten werden gerne von Hummeln besucht.

Der Lungenenzian liebt einen sonnigen, feuchten Standort. Er ist in vielen Moorgebieten sehr selten geworden.

In einigen Gebieten gilt er schon als ausgestorben. Er gehört mit zu den gefährdetesten Hochmoorpflanzen.
Der berühmte Enzianschnaps wird nicht aus dem Lungenenzian, sondern aus den Wurzeln des Gelben Enzians, der in den Alpen wächst, gemacht.

Den Lungenenzian hat man früher als Heilmittel gegen Lungenkrankheiten eingesetzt.

Auch zur Behandlung der Pest soll er verwendet worden sein.

Ein ganz bestimmter Schmetterling, der Kleine Moorbläuling, ist abhängig vom Lungenenzian. Er legt seine Eier nur an diese Pflanze. Die Raupen fressen die Blüten.

Wenn sie größer sind, lassen sie sich auf den Boden fallen und werden von einer bestimmten Ameisenart (Knotenameise) nicht als Beute in das Nest getragen.
(Bildquelle: http://www.bskw.de/projekte/lungenenzian.htm)
Dort werden sie gefüttert, verpuppen sich und überwintern. Im nächsten Jahr schlüpfen die Enzian-Ameisenbläulinge zur Blütezeit.

Wenn der Lungenenzian verschwindet, verschwindet auch der Kleine Moorbläuling.