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Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Sonnentau ist die bekannteste fleischfressende Pflanze unserer Breiten.

Kleine Insekten werden von glitzernden Schleimtropfen angelockt und lassen sich auf den Blättern nieder.

Nach dem Verdauen größerer Insekten stirbt das jeweilige Blatt ab.

Durch Zappeln wird ein Bewegungsreiz ausgelöst. Die Blattränder krümmen sich und das Insekt wird eingeschlossen. Dann sondern Drüsen einen Saft ab und das Insekt wird in mehreren Stunden verdaut. Die glitzernden Tröpfchen sitzen an den Enden der Drüsenhaare und sehen aus wie Tautropfen.

So holt sich der Sonnentau die notwendigen Mineralstoffe, die im Moorboden fehlen.

Die Stieldrüsen erkennen, ob es sich bei der Berührung um Insekten handelt oder um etwas Unverdauliches, z.B. Regentropfen. Die Bewegungsreaktion erfolgt nur bei etwas Eiweißhaltigem, z.B. Insekten.

Sonnentau hat nur kurze Wurzeln, mit denen er sich im Moorboden oder Torfmoos festhält. Seine Nährstoffe holt er sich zum größten Teil aus Insekten.
Der Rundblättrige Sonnentau ist die verbreiteteste Sonnentauart in den norddeutschen Hochmooren. Er gehört zu den charakteristischen Pflanzen des Hochmoores und wächst oft wie ein Kranz um den Bult.

Wenn man zum ersten Mal einen Sonnentau sieht, ist man oft überrascht, wie relativ klein die Pflanze ist.

Die runden Blätter wachsen an längeren Stielen und sind als Rosette angeordnet.

Die weißen Blüten sind am Ende von langen Blütenstielen. Blütezeit ist von Juni bis August.

Wie andere Hochmoorpflanzen bilden Sonnentauarten Stockwerke aus. Dadurch können sie mit dem Wachstum des Torfmooses Schritt halten.